{"id":948,"date":"2015-09-16T13:40:08","date_gmt":"2015-09-16T11:40:08","guid":{"rendered":"http:\/\/bern-en-vogue.ch\/?p=948"},"modified":"2015-09-16T13:40:08","modified_gmt":"2015-09-16T11:40:08","slug":"mit-der-decke-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bern-en-vogue.ch\/?p=948","title":{"rendered":"Mit der Decke unterwegs"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Mein erster Frankreich-Besuch liegt schon mehr als 15 Jahre zur\u00fcck und wird mir mit einer bestimmten Episode immer in Erinnerung bleiben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich reiste damals f\u00fcr ein paar Tage nach Paris mit einer guten Freundin. Keine von uns sprach auch ansatzweise Franz\u00f6sisch, wir waren aber guter Dinge, dass wir mit den anderen Fremdsprachen im Gep\u00e4ck wie etwa Englisch, Deutsch oder Spanisch weiter kommen w\u00fcrden. Dies erwies sich tats\u00e4chlich als schwierig und veranlasste uns sp\u00e4ter beide dazu, ernsthaft die Sprache der Liebe und der Gourmets zu lernen. Denn die sprachlichen Barrieren begannen bereits am ersten Abend im Hotel, als wir dem netten Mann am Empfang erkl\u00e4ren wollten, dass wir wegen dem k\u00fchlen Wetter jeweils eine Decke zus\u00e4tzlich brauchen. Die Versuche auf Deutsch, Englisch oder Spanisch unser Anliegen zu erkl\u00e4ren scheiterten. Der Rezeptionist sprach nur Franz\u00f6sisch. Die Zeiten des mobilen Internets waren noch nicht da und wir konnten eben nicht schnell das Wort online suchen. In der Not griffen wir zu einer verzweifelten Pantomime, bei der wir mit H\u00e4nden und F\u00fcssen zeigten, es sei uns kalt, wir seien am Frieren und br\u00e4uchten dringend noch eine Decke. Wir unterstrichen unsere Bewegungen mit einem ger\u00e4uschvollen \u00abBrrr\u00bb.<\/p>\n<p>Der Mann m\u00fcsste definitiv Pantomime-Erfahrung haben, denn er konnte schnell unsere Charade l\u00f6sen und rief fr\u00f6hlich: \u00abMais oui, bien s\u00fbr, une couverture!\u00bb. Dieses Wort habe ich selbstverst\u00e4ndlich nie vergessen. Ich musste neulich daran denken, als ich mir ein Cape in einer Bettdeckenmusterung f\u00fcr die ersten k\u00fchlen Tage zugelegt habe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bern-en-vogue.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Poncho2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-947\" src=\"http:\/\/bern-en-vogue.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Poncho2.jpg\" alt=\"Poncho2\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/bern-en-vogue.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Poncho2.jpg 1024w, https:\/\/bern-en-vogue.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Poncho2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es gibt sie momentan in H\u00fclle und F\u00fclle die <strong>Capes und Ponchos in diversen Mustern, sei es Karo oder gestreift, oft mit Fransen dazu.<\/strong> Sie dominieren den Cape-Markt und verdr\u00e4ngen ihre unifarbenen Geschwister. Und sie erinnern mich stark an eine Sofadecke, die man sich schnell um die Schulter geworfen hat, wenn es eben etwas kalt wird. Sie werden l\u00e4ssig getragen, meistens <strong>mit einer Jeans und mit einem neutralen Oberteil.<\/strong> Sie sind unkompliziert und bequem und wenn es etwas k\u00e4lter wird und der Herbst sich richtig bemerkbar macht, kann man sie \u00fcber der Jacke oder \u00fcber dem Trenchcoat tragen. Schade nur, dass diese Ponchos erst jetzt in Mode kamen. Wie sehr ich sie vor 15 Jahren in Paris gebraucht h\u00e4tte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein erster Frankreich-Besuch liegt schon mehr als 15 Jahre zur\u00fcck und wird mir mit einer bestimmten Episode immer in Erinnerung bleiben. Ich reiste damals f\u00fcr ein paar Tage nach Paris mit einer guten Freundin. 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