Flache Pantoletten

Vor ein paar Monaten machte sich unsere Familie auf dem Weg zum Brunchkonzert.

Das Konzert fand in einem edlen Hotel in Bern statt. Die Veranstaltung war gut besucht, denn man konnte fein schlemmen und die wunderbare Musik von Rossini geniessen. Der Altersdurchschnitt der Besucher stieg rapide nach oben, als wir den grossen Saal im Hotel mit unserem 12-jährigen Sohn betraten. Er war weit und breit das einzige Kind im Raum. Das Publikum bestand mehrheitlich aus Personen, die bereits etliche Jahrzehnte auf dem Buckel hatten. Aus Erfahrung wusste ich, dass man bei jedem exquisiten Brunch das Dessertbuffet im Auge behalten soll und sich schnell und rechtzeitig die schokoladenen Köstlichkeiten sichern soll. Jedoch war ich diesmal nicht besonders besorgt, da ich annahm, dass man im stolzen Alter von 90 nicht mehr so flink zum Dessertbuffet sprinten konnte. Ich wurde aber eines Besseren belehrt und merkte schnell, dass die älteren Semester genauso auf die Köstlichkeiten beim letzten Gang gepicht waren wie ich. Sie deponierten in Rekordgeschwindigkeit süsse Leckereien auf ihren Tisch und dies trotz Gebrechlichkeit und fortgeschrittenem Alter. Meine kurze Analyse der Situation ergab folgendes: Um die besten Sachen bei einem feinen Buffet zu ergattern, bedarf es erstens schneller Auffassungsgabe. Dies besass ich genügend. Ich kann sehr gut beobachten und mir entgeht eigentlich nichts. Der zweite genauso wichtige Punkt ist bequemes Schuhwerk, mit dem man rasch von seinem Tisch zum Dessert gelangt. Dies hatte ich an dem Tag nicht an. Ich hatte mich für wunderbare rote Ankle Boots entschieden, dessen Absätze ein deutliches Handicap für mich darstellten.

FlachePantoletten

Wie viele von uns bin ich ein sehr lernfähiges Wesen. Der Sommer naht und es ist Zeit, sich nach neuen Schuhen umzuschauen. Mein Augenmerk richtet sich auf Schuhwerk, was bequem ist und gleichzeitig eine Prise Eleganz mit sich bringt. Die ideale Lösung dafür sind die flachen Pantoletten, die man derzeit offen oder vorne geschlossen in diversen Farben und Ausführungen finden kann. Sie bieten einen hohen Tragekomfort an, man ist mit ihnen schnell unterwegs und sie passen wunderbar zu einer schicken hochgekrempelten Hose oder zu einem sommerlichen Rock. Jetzt weiss ich Bescheid, was ich für den nächsten Brunch an den Füssen haben werde.

Chiffon-Kleider

Obwohl Trendforscher seit Jahren darüber berichten, wie stark der Wunsch nach Einfachheit bei den Konsumenten sei, wird unser Leben nur noch komplizierter.

Meine gewagte These wird tagtäglich bestätigt, wenn ich Fernsehen schauen möchte. Einerseits habe ich dank digitalem Fernsehen unzählige Möglichkeiten wie etwa Sendungen aufzunehmen, persönliche Empfehlungen zu bekommen oder den verpassten Film von gestern Abend heute nachzuschauen, andererseits brauche ich für so eine einfache Aktivität wie Fernsehen schauen einige Klicks mit zwei Fernbedienungen und wenn ich Pech habe, muss ich mich in Geduld üben und die Fernsehbox neu starten.

Ein weiteres Beispiel für die Komplexität unseres Lebens lieferte mir neulich die nette Verkaufskraft in einer Parfümerie. Ich ging frohen Mutes hin mit der festen Absicht mir ein paar Augen-und Gesichtsmasken zu kaufen und schnellstmöglich wieder aus dem Laden an die frische Luft zu kommen. Dieses Vorhaben erwies sich als schwierig, da offensichtlich eine Augenmaske aufzutragen eine Wissenschaft an sich sei, wie ich den ausführlichen Erklärungen der versierten Verkäuferin entnehmen konnte. Ich hörte minutenlang zu, welche Schritte und in welcher Reihenfolge ich befolgen musste, um die Augen-Patches aufzutragen. Es gab so viele Sachen zu beachten, dass ich langsam das Gefühl bekam, ich sei dieser Aufgabe nicht gewachsen. Ich bedankte mich, zahlte und ging mit einem mulmigen Gefühl und mit einem roten Kopf aus dem Geschäft raus.

Chiffonkleider

Meine Stimmung besserte sich deutlich ein paar Minuten später und mein Glauben an dem gesunden Menschenverstand wurde wieder hergestellt, als ich im Schaufensterladen eines Kleidergeschäfts ein schönes Kleid aus Chiffon sah. Chiffon ist ein wunderbares Gewebe und für mich der Inbegriff der Einfachheit. Es ist sehr leicht, es knittert nicht und es nimmt kaum Platz im Koffer für den nächsten Urlaub. Chiffon-Kleider wirken verspielt und romantisch, sie benötigen keine grosse Unterstützung in Form von Accessoires und lassen sich mit jeglichen Schuhen von Ballerinas bis High Heels kombinieren. In unserem Leben haben wir genug mit komplizierten Produkten und Benutzerhandbüchern zu tun. Deswegen gestalten wir zumindest den kommende Mode-Frühling einfach und entscheiden uns für ein schönes Chiffon-Kleid.

Nackte Schultern

Diversen Studien zufolge verbringen Männer etwa ein Jahr in ihrem Leben damit, auf ihre Frauen oder Freundinnen zu warten.

Dabei geht es nicht nur um den klassischen Satz «Schatz, ich bin in fünf Minuten bestimmt ausgehfertig.» Es geht vielmehr um Warten auf die eigene Partnerin im Einkaufscenter oder direkt vor der Umkleide. Die gequälten, gelangweilten Gesichtsausdrücke der männlichen Begleiter sprechen Bände. Auf Instagram kursieren bereits seit einer Weile Bilder der wartenden Männer, die unter dem bedeutungsvollen Hashtag «miserable men» zu finden sind und tatsächlich sofort Mitleid beim Anschauen erwecken.

Ich als verständnisvolle Frau, die sich sehr um das leibliche und um das seelische Wohl ihres Mannes kümmert, probiere so gut wie möglich meine Shoppingtouren ohne den Göttergatten zu absolvieren. Einerseits will ich seine bereits von der strengen Arbeitswoche strapazierten Nerven nicht noch mehr auf die Probe stellen, andererseits habe ich selber keine Lust auf (leider oft gerechtfertigte) Kommentare wie etwa: «Du hast bereits zehn weitere schwarze Hosen zu Hause» . Jedoch erweist sich mein Mann bei den wenigen Shoppinggelegenheiten als ein äusserst guter Berater. Nach einem ausgiebigen Mittagessen an einem Samstag vor ein paar Wochen wollten wir noch etwas spazieren, als ein Schild im Schaufenster meines Lieblingsgeschäfts mich so sehr anlockte wie ein Stück Käse in einer gut vorbereiteten Mausefalle. Das Schild kündigte den Start des sog. Midseason- Sales mit saftigen Rabatten. Ich war genauso naiv wie ein armes Mäuschen, was zielstrebig auf den Käse in der Falle steuert. Es gab eine kleine Ecke mit reduzierten Artikeln, dafür eine Menge neue schöne Klamotten. Es war der gute Rat von meinem Mann und die Geduld unseres Sohns, die dazu führten, dass ich ein paar Minuten später das Geschäft mit einer Einkaufstüte und mit einem seligen Lächeln verliess.

NackteSchultern

Mein neuer Off-Shoulder-Pullover gehört ab sofort zu meinen absoluten Favoriten im Kleiderschrank. Kleider, Pullis oder Blusen, die freie Sicht auf die Schultern gewähren, sind im Frühling/Sommer 2017 ein unverzichtbarer Begleiter und ein Garant für einen weiblichen und anmutigen Auftritt. Die subtile Sexyness, die sie ausstrahlen, macht sie zu einem Allrounder für viele Gelegenheiten, wie etwa ein ausgiebiger Brunch oder ein schöner Spaziergang in der Frühlingssonne.

 

Lange Halsketten

Die letzten Jahre konnten wir nicht an den sogenannten Statement-Ketten vorbei. Sie waren praktisch omnipräsent und in jeder Modezeitschrift, in jeglichen Schaufensterauslagen und bei so gut wie allen Modeblogs zu finden. Der Hype um die grossen opulenten Ketten hat sich in der Zwischenzeit etwas gelegt. Sie sind zwar noch da, treten aber etwas bescheidener auf und machen Platz für die neuen filigranen langen Halsketten, die mit Fransen, mit kleinen Steinen, mit Troddeln oder mit geometrischen Figuren geschmückt sind. Die zarten dünnen Ketten kommen am besten zur Geltung, wenn sie mit ebenso ruhigen schlichten Oberteilen in Schwarz oder Weiss kombiniert werden. Die schönen Schmuckstücke sind der Beweis dafür, dass leise und schlicht zu sein oft die bessere Wahl im Leben ist als laut und selbstbezogen.

LangeHalsketten

Blütenzauber

Blütenzauber

Nach einem schier unendlichen Winter ist der Frühling spürbar nah. Wir merken es an den länger gewordenen Tagen, die uns mehr kostbares Tageslicht bescheren. Wir spüren an manchen Tagen die warmen Sonnenstrahlen und geniessen in einem Park oder auf der Terrasse den wunderbaren Vitamin D-Lieferant.

Den Frühling verbinde ich auch mit einer Vielfalt an schönen Blumen und Blüten. Die ersten Vorboten des Frühlings, die Schneeglöckchen und Krokusse, sind schon auf den Wiesen zu bewundern. Ein herrlicher Blütenzauber ist auch in den Modegeschäften zu sehen. Blütenapplikationen zieren Portemonnaies, Handtaschen, Blusen oder Espadrilles und lassen unsere Herzen höher schlagen. Die Blüten stehen für Romantik und Weiblichkeit und lassen uns auf einen schönen Frühling hoffen.

Chino-Hosen

Es gibt für mich grundsätzlich zwei Frauentypen, was die Kleidung betrifft. Wir haben einerseits die stark ausgeprägten Hosentyp-Frauen und andererseits die bekennenden Rockträgerinnen.

Dieses Rock-Hose-Gefälle zieht sich oft bei dem entsprechenden Frauentyp über alle Jahreszeiten hinweg. Man soll dabei bedenken, dass es noch nicht so lange her ist, als die Hose als Kleidungsstück für die Frau verpönt war. Coco Chanel entwarf bereits in den 20er Jahren eine Hose für sich, damit sie bequem eine Reise nach Venedig angehen kann. Dank ihr und dem genialen französischen Modeschöpfer Yves Saint Lauren mit seinem Damensmoking in den 60er feierte die Hose ihren Siegeszug in den Kleiderschränken der Frauen. Ich stehe offen dazu, dass ich die bequemen Beinkleider sehr gerne trage und bin sehr dankbar dafür, in der für mich richtigen Zeitepoche zu leben.

Chinohosen

Der Frühling naht und ich bin dabei, mich nach einer neuen Hose umzuschauen. Chino-Hosen kennt man schon lange als die Standardausrüstung eines adretten Mannes, der irgendeiner Freizeitbeschäftigung nachgeht. Die Chinos zeichnen sich durch den Baumwoll-Twill aus. Es handelt sich dabei um einen festen Stoff, der trotzdem weich und bequem ist. Gemäss diversen Quellen stammt der Name dieser Hose aus Spanien und hat mit der Tatsache zu tun, dass der Stoff für die Hosen ursprünglich aus China importiert worden war. Wie der klassische Trenchcoat haben die Chino-Hosen ihre Wurzeln in der Armeekleidung. Sie wurden ursprünglich für die französische und britische Armee entwickelt, setzten sich bald als klassische Freizeithose bei den Herren durch. Mittlerweile sind die Chinos auch von der Frauengarderobe nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie im Frühling in vielen Farben: schwarz oder rosa, beige oder blau. Wir stylen sie gerne lässig mit flachen Schuhen und wenig Schmuck. Dazu tragen wir gerne einen Blazer und eine leichte Bluse.

Bouclé- Blazer

Wir alle sehnen uns immer danach, was wir nicht haben.

Es liegt oft in unserer Natur gerade das schön zu finden, was wir selber nicht besitzen. Frauen mit glatten Haaren träumen von wunderschönen Locken oder zumindest von einer leicht gewellten Haarpracht. Frauen mit natürlichen Locken versuchen dagegen mit allen Mitteln ihre Haare glatt zu kriegen. Der Wunsch nach schönen Locken veranlasste mich Anfang der 90er Jahre dazu, den Coiffeur meines Vertrauens aufzusuchen, um mit Hilfe viel Chemie eine Dauerwelle zu bekommen. Das Ergebnis war milde gesagt sehr gewöhnungsbedürftig: Ich sah nach dem Coiffeurbesuch wie ein frisch frisiertes braves Schäfchen. Nach etwa zwei Monaten fielen endlich die Haare in schönen Wellen. Jedoch habe ich mir geschworen, diese Art von Experimenten in Zukunft zu unterlassen.

Boucle-Blazer
Locken gibt es nicht nur bei den Haarstylisten, wir bekommen sie auch im Kleidergeschäft in Form von Bouclé- Blazern. Bouclé als Stoff wird aus dem französischen Wort «boucle» abgeleitet, was unter anderem Haarlocke bedeutet. Bouclé ist eigentlich ein Gewebe, dessen Oberfläche eine gerippte Struktur darstellt. Ein Bouclé-Blazer ist ein Garant für einen gelungenen eleganten Auftritt und kommt entweder mit dem passenden Bouclé-Rock oder mit einer schmalen schwarzen Hose oder sogar mit einer Jeans perfekt zur Geltung.

Kleidung mit Patches

Patches

Ein Trend aus den 90ern erobert mit voller Wucht die Modewelt und lässt die Herzen der Modebegeisterten höher schlagen. Die Rede ist von den sogenannten Patches oder auf Deutsch bunte Aufnäher, die diverse Kleidungsstücke zieren: Jeans, T-Shirts, Pullis, Jacken und sogar Taschen und Schuhe.

Die Vielfalt an Motiven ist auch überraschend gross vom Kussmund bis zu jeglichen Vertretern der Tier-und Pflanzenwelt. Während vor zwei Dekaden die bunten Patches oft politische Botschaften enthielten, sind sie heute vor allem Ausdruck unserer Individualität und verstärken unseren Wunsch nach mehr Farbe und nach mehr Fröhlichkeit im Leben. Als Kinder haben wir uns gefreut, als unsere Mamis den langweiligen Pulli mit einem Mickey Maus-Patch verschönert haben. Als Erwachsene haben wir ebenso das Recht, die Welt bunter und schöner zu gestalten. Dafür sind nämlich die schönen Aufnäher da.

Teddyfell-Mäntel

Ich bin mittlerweile seit etwa drei Jahren daran, Yogakurse zu besuchen.

Seit kurzem gehe ich hin und wieder zu einem Yogastudio in der Stadt. Meistens hat man bei dem Wort Yoga sofort die Bilder von grazilen und gelenkigen jungen Menschen im Kopf. Dies ist tatsächlich auch der Fall, wenn ich das Yogastudio in der Stadt aufsuche. Es wimmelt so von jungen aufgestellten Yogis und Yoginis, die sich gut bewegen können und jede Stellung mit der Grazie einer russischen Primaballerina bewältigen. Ich bilde da in dieser Gruppe einen erfrischenden Kontrast, da ich alles andere als geschickt bin, weder im Alltag, noch beim Yoga. Dazu kommt meine ausgeprägte Schwäche, rechts und links zu unterscheiden, was oft dazu führt, dass ich mich in den meisten Yogapositionen extrem «verheddere». Trotz meiner Tollpatschigkeit bleibe ich aber hartnäckig dabei, denn bekanntlich macht die Übung den Meister.

TeddyfellMantel

Genauso verhält es sich mit den sogenannten Teddyfell-Mänteln aus Kunstfell: sie sind kuschelig und weich, sie halten warm im Winter, lassen uns aber oft wie kleine tollpatschige Teddybärchen aussehen. Darum ist beim Styling wichtig, dass man zu einer schmalen Hose als Kontrast zu der voluminösen Jacken greift. Ein schöner Kaschmirpulli oder ein leichter Rollkragenpullover komplettieren perfekt den Look. Accessoires wie eine schöne kleine Handtasche und femininer Schmuck helfen uns dabei wie grazile erwachsene Frauen auszusehen und nicht wie kleine niedliche Kuscheltiere.

Eine Mütze im Winter

Ich gehöre zu dem Typ Menschen, die liebevoll «Gfrörli» genannt werden. Bereits ab Oktober sind dicke Socken mein treuer Begleiter im Bett, denn mit kalten Füssen kann ich gar nicht einschlafen. Handschuhe trage ich so bereits ab September und je nach Frühling manchmal bis zum Muttertag. Genauso verhält es sich bei mir mit der Kopfbedeckung in der kalten Jahreszeit. Ich habe irgendwann mal gelesen, dass wir Menschen vor allem durch den Kopf im Winter Wärme verlieren. Darum setze ich in den Wintermonaten keinen Fuss vor die Tür ohne Mütze auf dem Haupt. Als ich noch Schülerin war, galt das Tragen von Mützen als so was von uncool. Kurz bevor ich in die Schule kam, zog ich immer schnell meine Mütze aus.

Mütze

Zum Glück findet man heutzutage ganz schöne Mützen und sie sind mittlerweile sogar zu einem beliebten Modeaccessoire avanciert worden. Es gibt zahlreiche Modelle auch diese Saison in den Geschäften, z.B. mit Pompon, mit Strass- Applikationen oder mit einem coolen Schriftzug darauf. Die Strickmützen lassen sich erstaunlicherweise sehr vielfältig kombinieren und passen sehr gut sowie zu einer sportiven Jacke wie auch zu einem eleganten Mantel. Sie spenden Wärme und dies mit Stil, so dass wir sie am liebsten gar nicht ausziehen wollen.